‚Brain Drain“ kostet alleine NRW mehr als eine halbe Milliarde Euro

‚Brain Drain“ kostet alleine NRW mehr als eine halbe Milliarde Euro

Das Online-Portal Studitemps.de und die Maastricht University haben rund 25.000 Studierende befragt. Demnach ergibt sich daraus eine Nettoabwanderung von rund 14 Prozent. Die Kosten dafür beziffern die Autoren der Studie alleine für NRW auf weit über 500 Millionen Euro.

NRW ist Hochschulland, im bevölkerungsreichsten Bundesland sind auch die meisten Studierenden eingeschrieben. Doch nicht alle wollen nach dem Abschluss ihrer Studien auch hier bleiben. Mehr als ein Viertel (26 Prozent) arbeiten hier lediglich auf die jeweiligen Abschlüsse hin. Die Nettoabwanderung beträgt demnach 14 Prozent, wie die Autoren ausgerechnet haben.

Im Bereich der ökonomisch wichtigen MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) liegen die Abwanderungszahlen laut den Studienergebnissen sogar darüber: Gut 20 Prozent der MINT-Studenten in Nordrhein-Westfalen wollen demnach im Saldo nach ihrem Abschluss in einem anderen Bundesland arbeiten. Gerade hier aber gibt es in vielen Kommunen einen Bedarf an fachkundigem Nachwuchs.

Der finanzielle Schaden summiert sich nach Berechnungen der Autoren auf rund 559 Millionen Euro. Dabei gehen die Autoren von Benchmarks des Statistischen Bundesamtes aus, die die Investitionen pro Studierenden und Jahr auf rund 5500 Euro beziffert, landesweit also knapp vier Milliarden Euro. Für die Studie wurden rund 25.000 Studierende im Rahmen der Studienreihe „Fachkraft 2020“ von Studitemps.de und der Maastricht University befragt.

Weitere Details zu den Studienergebnissen finden sie auch online unter: studitemps.de/magazin/jeder-7-hochschulabsolvent-verlaesst-nrw-zum-berufseinstieg.